Unter Wert geschlagen

Auch die erste Hallensaison neigt sich nun für unsere wiederbelebte WJA dem Ende zu.
Am Samstag stand der letzte Spieltag unserer neuen WJA in der Hallensaison 2018/19 auf dem Programm. Die Ausgangslage hätte kaum spannender sein können.

Nur mit zwei eigenen Siegen und der Unterstützung der Schweinfurterinnen wäre für unsere Mädels noch die Qualifikation zur Bayerischen Meisterschaft möglich gewesen. Schweinfurt hätte dafür allerdings entweder beide ihrer Spiele gegen NHTC und Schwabach verlieren oder unentschieden spielen müssen.

Der Start in den Spieltag nahm aus unserer Sicht schon die gesamte Spannung heraus. Schweinfurt gewann im ersten Spiel durch ein Lastminute-Tor mit 1:0 gegen NHTC.

Vielleicht war auch dadurch die Körperspannung im eigenen ersten Spiel gegen Schwabach etwas raus. In einem extrem hektischen Spiel dominierten die Bayreutherinnen zwar das Spiel, liessen sich aber immer wieder durch körperliche Härten der Mittelfranken den Schneid abkaufen.

Durch spontanes extremes Pressing gelang dann den Schwabacher auch der erste und einzige Treffer dieses Spieles. Die zahlreichen eigenen Chancen sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit liessen unsere Mädels ungenutzt. Bis in den Schusskreis kombinierte mal teilweise sehr sehenswert, setzte den Gegner mit einer Ballbesitzquote von sicherlich über 65 % ständig unter Druck, war aber letztlich im Abschluss nicht kaltschnäuzig und abgezockt genug und scheiterte zu oft an der gut aufgelegten Schweinfurter Torfrau.

In den Schlussminuten erhöhten die Bayreutherinnen noch mal deutlich den Druck, aber das Glück wollte sich nicht erzwingen lassen. Aussichtsreichste Chancen von Lena Schuster, Nike Schneider und Hannah Kraus und eine sehenswert geschossene Ecke von Debora Schimöller in der Schlussminute reichten leider nicht zum Sieg. Besonders Leid tat da nicht nur den zahlreichen Bayreuther Fans unsere Torfrau Emi Prechtl. Letztlich nahezu beschäftigungslos …und ein unhaltbares Gegentor.

Das zweite Spiel der Wagnerstädterinnen liess sich der Trainer für den am kommenden Tag folgenden WJB-Spieltag taktisch für Experimente freigeben.

Statt „Chinesischer Mauer“ spielte die Mannschaft „Walküre“. Mit Debora Schimöller und Hannah Kraus probierte der Coach eine neue Abwehrreihe aus. Liess die linke Bande doppeln, spielte einen „verschobenen Turm“, versuchte freie Spiel- und Anlaufräume auf der rechten Spielseite zu schaffen. Aufgrund der Kaderstärke folgten eine Menge Blockwechsel, die dem Spielfluss sichtbar nicht gut taten.

Letztlich verlor die WJA leider auch das zweite Spiel. Endergebnis 0:2.
Letztlich aber nicht aufgrund der Abwehrleistung sondern durch die erneut schlechte Chancenverwertung vor dem gegnerischen Tor. Dennoch war der Coach zufrieden, da er wertvolle Erkenntnisse für den folgenden und wichtigen WJB-Spieltag in Schweinfurt sammeln konnte. Die young-Wagnergirls hatten nämlich am Sonntag die Möglichkeit, den Einzug in die Zwischenrunde zur Qualifikation um die Bayerische Meisterschaft sicher zu stellen.

Für die WJA bleibt nach nun auch der ersten Hallensaison die Gewissheit zusammen mit den hochspielenden Mädels der WJB ein tolles Gesamtteam mit Trainern und Betreuerinnen und Betreuern zu haben, das viel Spass gemacht hat und einen verheissungsvollen Ausblick auf das Jahr 2019 und die bald
beginnende Sommerrunde gibt.

– Stefan Lischkowitz

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