Sieg gegen Erzrivalen bei der Bayerischen Pokalmeisterschaft

Erst schwere Regengüsse, dann eine neue Leichtigkeit: das erfolgreichste Bayreuther Hockeyteam der Feldsaison 2017, die weibliche Jugend B der Bayreuther TS, erlebte zwei sehr gegensätzliche Spiele bei der Bayerischen Pokalmeisterschaft in München.

Die Mädels der BTS hatten sich durch den vierten Platz in der Oberliga Nord bereits im Juli für die Bayerische Pokalmeisterschaft in München qualifiziert – und hatten sich vorgenommen, ein Wörtchen mitreden, wenn es um den Pokaltitel ging. 
Entsprechend ernst ging man die Sache an, und reiste, verstärkt durch vier Spielerinnen der Mädchen A, bereits am Vortag mit dem Zug in die Landeshauptstadt, um die Spiele frisch und gestärkt anzugehen.

Im ersten Match hatte man es mit dem Gastgeberinnen vom ASV München zu tun. Dank des anhaltenden Starkregens entwickelte sich eine regelrechte Wasserschlacht auf dem Münchener Kunstrasen. Die Bayreuther Mädels tauchten in Halbzeit eins mehrmals gefährlich vor dem Münchner Tor auf und hätten eigentlich in dieser Phase für ein Tor sorgen müssen. Letztlich aber nahm der ASV München Kurs auf das Bayreuther Tor und ging durch eine Einzelaktion in der 20. Minute mit 1:0 in Führung. Auch nach dem Münchner 2:0 Mitte der zweiten Halbzeit gab es noch eine riesige Chance für den BTS-Anschlusstreffer durch Louisa Neupert, deren Ball aber in den Schonern der ASV-Torfrau hängen blieb. Fast im Gegenzug fiel dann das 3:0. Insgesamt wurden Bayreuther wegen ihrer nicht genutzten Chancen am Ende unter Wert geschlagen.

Es blieb also nur das Spiel um Platz drei, und nachdem der HC Schweinfurt im direkten Vergleich mit SB DJK Rosenheim den Kürzeren gezogen hatte, kam es zum rein fränkischen Duell. Die BTS-Mädels hatten in der laufenden Saison bereits zweimal von Schweinfurt auf die Mütze gekriegt. Entsprechend heiß war man auf eine Revanche. Jetzt, im finalen Spiel der Saison waren alle hellwach – vielleicht auch dank des Münchner Sonnenscheins, der mittlerweile den Starkregen abgelöst hatte.

Die Taktik des Trainertrios, im gesamten Turnier mit einer „Gummitwist“-Raumdeckung die Ballwege der Gegner dichtzumachen, ging in diesem Spiel voll auf. Die Zuschauer erlebten immer wieder, wie die BTS-Mädels den Ball noch in der Schweinfurter Hälfte eroberten. Doch auch offensiv hatte die BTS viele Asse im Ärmel: Von Beginn an ergaben sich Räume in der als sonst sehr robust bekannten Schweinfurter Deckung, die das BTS-Angriffsspiel mit jeder Menge Spielfreude ausnutzte. Erstmals in dieser Saison konnte Felddominanz auch in Tore umgesetzt werden. Wohlgemerkt Tore – diese Mehrzahlform hatte man bislang in der laufenden Saison bei Spielberichten nicht benötigt. Bereits in der ersten Halbzeit sorgten die beiden Stürmerinnen Greta Ortlieb und Louisa Neupert nach ideal getimten Zuspielen aus dem Halbfeld für ein 2:0. Unter den Augen von BHV-Auswahltrainer Hermann Ellenbeck lief auch die zweite Halbzeit vor allem auf das Schweinfurter Tor, das allerdings versperrt blieb. Zwar hielt der HC hin und wieder eine Stippvisite im Bayreuther Schusskreis ab, kam aber nicht zu wirklich zwingenden Aktionen. Als auch die letzte Schweinfurter Strafecke kurz vor Schluss von den Wagnerstädterinnen abgewehrt war, stand die Null.

Endlich hatte man sich für ein Super-Spiel die verdiente Belohnung in Form eines Sieges abgeholt. Von den Gastgebern der Pokalmeisterschaft gab es obendrein noch eine Urkunde und Gummibärchen. Die Freude bei Mannschaft und Anhang über diesen Sieg gegen den Erzrivalen war riesig, und so machte man sich beschwingt auf den Heimweg.

 

Menü