BTS mit unglücklicher Niederlage im letzten Heimspiel

Auch das letzte Heimspiel der Oberligasaison können die Bayreuther Hockey Herren am Ende nicht gewinnen. Mit einem 4:5 müssen sie sich dem Tabellendritten aus Fürth geschlagen geben und müssen mit großer Wahrscheinlichkeit den Abstieg in die Verbandsliga in Angriff nehmen.

„Das ist heute ein unfassbar bitterer Tag, drei Jahre lang haben wir die Oberliga immer wieder aufgemischt. Aber in diesem Jahr kam einfach alles zusammen.“ so ein mehr als enttäuschter Coach Felix Schieseck nach dem Spiel. Die Bayreuther plagten die komplette Saison große personelle Sorgen, viele verletzte Spieler, aber vor allem zahlreiche Abgänge von Stammspielern. Dennoch wollten die Herren mit aller Macht die letzte Chance für den Klassenerhalt nutzten und so agierten sie von Anfang an sehr konzentrier. Mit einem Spielaufbau über die linke Seite versuchten sie immer wieder Druck auf den Fürther Kreis aufzubauen. Bereits nach 10 Minuten wurden die Bayreuther zum ersten Mal belohnt, Johannes Wandel behielt im Mittelfeld die Übersicht und legte den Ball an den langen Pfoste, diese Chance ließ sich Kapitän Lukas Drumm in seinem letzten Heimspiel für die Bayreuther TS nicht nehmen und verwandelte zum 1:0. Sicherheit konnte das Tor leider nicht geben und die Fürther kamen in der Folge immer häufiger gefährlich in den Bayreuther Kreis und so kam es wie es kommen musste, Dominik Rosenberger machte nur drei Minuten nach der Bayreuther Führung per Abstauber den Ausgleich für die Mittelfranken. Eine Auszeit brachte die Bayreuther, jetzt aber wieder in die Spur und in der Folge lief der Ball viel besser durch die eigenen Reihen. Folgerichtig konnten die Wagnerstädter sich auch wieder ein paar Chancen erarbeiten und beschäftigten den Fürther Torwart Jakob Emer. Zeitgleich erhöhte aber auch Fürth den Druck auf den Bayreuther Aufbau, sodass es am Ende ein Konter über Felix Schieseck, Kerim Kehlil und schließlich wieder Lukas Drumm war, der zum 2:1 aus Bayreuther Sicht führte. Die Partie wurde jetzt von Minute zu Minute hektischer, aber die Bayreuther wehrten auch die Schlusskurzeecke der ersten Halbzeit ab und gingen mit einer verdienten Führung in die Halbzeit. Das Motto in der Halbzeit Pause war klar so schnell es geht das 3:1 nachlegen und den Fürthern damit den Zahn ziehen. Moritz Reiter nahm sich die Halbzeitansprache sehr zu Herzen und besorgte nur 7 Minuten nach der Halbzeit den 3:1 Führungstreffer. In zweiten Halbzeit wurde der Spielfluss immer wieder durch kleine Fouls unterbunden. „Knackpunkt in diesem Spiel waren ganz klar die 10 Minuten in der zweiten Halbzeit in denen wir kurz nicht ganz auf dem Platz standen.“ Resümierte nach dem Spiel Kapitän Lukas Drumm. Er spielte damit auf die Minuten 8 bis 18 an, in denen die Bayreuther das 4:1 auf dem Schläger hatten, aber das Tor nur knapp verfehlten. In der Folge leisteten sich die sonst stark spielenden Innverteidiger beide innerhalb von 3 Minuten einen katastrophalen Fehler im Spielaufbau, den Fürther sofort bestraften. Eingeleitet durch eine Hundekurve von Dominik Hahn musste in der Mitte Christian Roth nur noch einschieben. „Wenn man auch noch zwei Mal hintereinander exakt dasselbe Tor kassiert ist es noch ärgerlicher.“ Ärgerte sich Schneider noch nach dem Spiel. Aus 3:1 wurde innerhalb von nur drei Minuten ein 3:3, aber die Bayreuther spielten weiter nach vorne und glaubten weiter an den ehrsehnten Sieg. Wieder war es Moritz Reiter, der nach einer schönen Doppelpassvariante und seinem Treffer zum 4:3 wieder alle Hoffnung auf den Sieg schürte. Auf der Uhr waren jetzt noch 7 Minuten und die Fürther erhöhten jetzt wieder den Druck, aber Bayreuth kam immer wieder zu gefährlichen Kontern. Vier Minuten vor dem Ende spielten die Fürther einen langen Schlenzball, den die Bayreuther Defensive nicht stoppen konnte und wieder war es der flinke Dominik Hahn, der über die linke Seite in den Kreis eindrang und zum 4:4 einschob. In der Folge überschlugen sich nun die Ereignisse auf dem BTS Platz, die Bayreuther nahmen sofort den Torwart vom Platz und versuchten mit einem Mann mehr noch ein ersehntes Tor zu erzielen. Nach zwei Grünen Karten und guten Chancen für die Wagnerstädter, war es am Ende aber Florian Zischler, der einen Fürther Konter mit dem Schlusspfiff im Bayreuther Tor versenkte. So stand am Schluss eine ärgerliche 4:5 Heimniederlage gegen Greuther Fürth zu Buche und der fast sichere Gang in die Verbandsliga. „Das Motto ist ganz klar, wir wollen so schnell es geht wieder nach oben! Und dafür werden wir hart arbeiten“, gab sich Torwart Felix Rausch nach dem Spiel kämpferisch.

Philipp Schneider

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